14 Februar 2014 - 20:30
Russland und NATO gewährleisten Sicherheit bei der Vernichtung syrischer C-Waffen

Russland und die NATO besprechen aktiv praktische Möglichkeiten zur Erweisung von Hilfe für die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) bei der Vernichtung syrischer Chemiewaffen. Das teilte NATO-Sprecherin Oana Lungescu am Freitag in Brüssel mit.

Am Freitag hatten Medien berichtet, dass die russischen Seestreitkräfte und die NATO-Marine eine gemeinsame Operation im Mittelmeer zur Gewährleistung der Sicherheit des US-Spezialschiffes „Cape Ray“ planen, an dessen Bord besonders gefährliche syrische Chemiewaffen vernichtet werden sollen. Die Operation dürfte bereits Anfang kommender Woche bekannt gegeben werden. Derzeit würden technische Details abgestimmt, meldete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf nicht genannte Quellen.
„Sie (die Seiten) erwägen einen gemeinsamen Einsatz zum Schutz der ‚Cape Ray‘ im Mittelmeer, während an deren Bord Kampfstoffe entsorgt werden“, zitierte die Agentur einen OPCW-Experten, der anonym bleiben wollte.
Chemiewaffen und Vorläuferstoffe für ihre Produktion werden derzeit von den Schiffen „Ark Futura“ (Dänemark) und „Taiko“ (Norwegen) aus dem syrischen Latakia nach Italien abtransportiert. Die Konvois werden von russischen und chinesischen Kriegsschiffen begleitet.
Die besonders gefährlichen Stoffe sollen an Bord der „Cape Ray“ in Italien umgeschlagen und im Laufe von zwei Monaten unschädlich gemacht werden. Die anderen Chemiewaffen sind am Land zu vernichten.